Sensibel und verantwortungsvoll Kulturschätze bewahren - Restaurierung historischer Arbeiten

Detailansicht ToranlageRestaurierung historischer Arbeiten - sensibel und verantwortungsvoll Kulturschätze bewahren

Historische Schmiedearbeiten gehören zu den wichtigsten Kulturgütern Europas. Mal filigran und leicht mal wuchtig massiv zieren und ergänzen sie Bauwerke vom Mittelalter bis in die Moderne.

Gitterarbeiten, Grabkreuze oder auch nur einfache Beschläge: Ohne fachmännische Pflege würden viele faszinierend schöne Werke verloren gehen. Der Erhalt dieser Arbeiten ist ein Erbe mit großer Verantwortung. Nicht nur die Werke an sich, sondern auch das Wissen um deren Entstehungstechniken sind sonst von der Gefahr des Vergessens bedroht.

Seit Langem setzt sich Manfred Bergmeister privat und mit seiner Kunstschmiede für den Erhalt historischer Schmiedearbeiten ein. Das Bergmeister Grabkreuzmuseum mit gesammelten und restaurierten Schmiede-Grabkreuzen aus ganz Europa ist Teil seines Lebenswerks.

Aber auch viele weitere Werke haben in den Werkstätten Bergmeisters neuen Glanz gefunden. Wie das Einfahrtstor des 1715 erbauten Schlosses Fürstenried in München. Jahrhunderte lang einwirkende Witterung hatte auf dem Gittertor ihre Spuren hinterlassen.

Mitarbeiter bei der RestaurationViele der für die Barockepoche typischen, einzigartigen Ornamente waren stark korrodiert oder weg gebrochen. In der Kunstschmiede Bergmeister wurde das Tor mit den traditionellen Schmiedetechniken der damaligen Zeit restauriert oder nachgebaut und anschließend mit traditionellen Techniken wie Nieten und Bunden Stück für Stück wieder in das Gesamtwerk eingefügt.

Um neben dem eigentlichen Kunstgegenstand auch die handwerkliche Leistung vergangener Meister zu wahren, gilt es, stets so viel der originalen Arbeiten zu retten wie möglich. Deshalb wurde bewusst auf moderne Hilfsmittel und Werkzeuge verzichtet, welche zwar Zeit sparen würden, jedoch die Handwerksleistung der alten Meister zu wenig respektieren und im Extrem sogar das Kunstwerk beschädigen.

vergoldete Krone vor und nach der RestaurationKonkret wird beispielsweise die alte Farbe nicht durch Sandstrahlen entfernt, sondern von Hand mittels Drahtbürste und Flamme. Eine aufwändige Prozedur, die jedoch wesentlich materialschonender ist. Um das Tor beständig für die nächsten Jahrhunderte zu machen, wurde - nach Rücksprache mit dem Landesamt für Denkmalschutz - ölbasierende Bleimennige in mehren Schichten aufgetragen. Im Gegensatz zum Verzinken bleiben so die vielen filigranen Details erhalten. Als äußeres Gewand bekam das Tor neuen Speziallack für Schmiedearbeiten und wurde neu vergoldet.

Mit Hingabe zur Detailtreue, mit großem handwerklichen Geschick und in Jahrzehnten gewachsenem fundiertem Wissen um die historischen Gegebenheiten wird so ein Stück meisterlicher Handwerkskunst für die nächsten Generationen gesichert.

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